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Zum 250. Todestag des Grafen Heinrich von Brühl


"...man erzählt sich Wunderdinge"


Moderiertes Konzert mit Musik von Johann Adolf Hasse


24. Oktober 2013, 19 Uhr

Palais Brühl-Marcolini

Friedrichstraße 41, 01067 Dresden



Als Graf Heinrich von Brühl am 28. Oktober 1763 starb, hatte man den einst mächtigsten Politiker Kursachsens und Polens zum Hauptschuldigen an der verheerenden Niederlage im Siebenjährigen Krieg abgestempelt. Noch heute überschattet jenes Urteil, zusätzlich genährt durch die Verleumdungen Friedrich II., die öffentliche Meinung über den Grafen Brühl.

Unbestreitbar ist jedoch sein Wirken als Spiritus rector der sächsisch-polnischen Kultur: Bis in unsere Zeit erinnern Schlösser, Parks, Galerien sowie ein reicher Fundus musikalischer Schätze an das Wirken des Heinrich Graf von Brühl.


Anlässlich des Jubiläums soll in unserem festlichen Konzert der Schlüsselrolle Brühls im Musikleben nachgespürt wie auch ein Bild seiner charismatischen Persönlichkeit anhand von Zeitzeugnissen, historischen Dokumenten und aktuellen Forschungsergebnissen skizziert werden. Dazu erklingen Werke von Johann Adolf Hasse, der unter Brühls Ägide Dresdens Ruhm als Musikmetropole ersten Ranges mehrte und selbst Friedrich den Großen von "Wunderdingen" schwärmen ließ.

Es musizieren Künstler, die sich besonders der spätbarocken Aufführungspraxis widmen: die Sopranistin Doerthe Maria Sandmann und das Dresdner Barockorchester unter der Leitung von Ulrike Titze. Die Moderation liegt in den Händen von Musikwissenschaftlerin Heike Hanefeld.


Als geschichtsträchtigen und stimmungsvollen Aufführungsort wurde die einzige in Dresden noch erhaltene Residenz des Grafen Brühl gewählt: das Palais Brühl-Marcolini.


Mitwirkende:

Doerthe Maria Sandmann (Sopran)

Dresdner Barockorchester

Musikalische Leitung: Ulrike Titze

Moderation: Heike Hanefeld


Karten: 20/ ermäßigt 16 Euro

Konzertkasse im Florentium:

Ferdinandstrasse 12, 01069 Dresden

Tel.: 0351 - 86 66 0 11, Fax: 0351 - 86 66 0 19

Konzertkasse in der SchillerGalerie:

Loschwitzer Strasse 52 A, 01309 Dresden

Tel.: 0351 - 315 87 0, Fax: 0351 - 315 87 29,

info@konzertkasse-dresden.de

sowie an der Abendkasse


Biographien der Künstler


Doerthe Maria Sandmann

Sängerin 

Die Sopranistin Doerthe Maria Sandmann erhielt an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" bei Frau Prof. Renate Krahmer ihre Gesangsausbildung, die sie im Opern- und Konzertfach mit Auszeichnung abschloss.

Sie absolvierte Meisterkurse u.a. bei Elisabeth Schwarzkopf, Eberhard Büchner und Barbara Schlick. Dank der Begegnungen mit dem Cembalisten Armin Thalheim sowie der Lautten Compagney Berlin entdeckte die junge Sängerin ihre Liebe und stimmlichen Vorzüge für die sogenannte "Alte Musik".

Durch Auftritte bei international renommierten Festivals u.a. in Salzburg, Wien, Graz, Ansbach, Frankfurt, Schwetzingen, Halle, Dresden, Potsdam, Würzburg, Bayreuth sowie in Mailand, Utrecht, Amsterdam und Singapur mit Opernpartien von Mozart, Haydn, Händel, Hasse sowie den Kantaten - und Oratorienwerken von Monteverdi bis Mendelssohn profilierte sich Doerthe Maria Sandmann als eine vielversprechende Sängerin ihrer Generation.

Mit international namhaften Ensembles und Orchestern verbindet sie eine fruchtbare Zusammenarbeit: u.a. der Berliner Barock Compagney, Akademie für Alte Musik, Lautten Compagney Berlin (W. Katschner), Merseburger Hofmusik (M.Schönheit), dem Ensemble Sans Souci Berlin (I. und C.Huntgeburth), der Hannoverschen Hofkapelle (J.Straube), dem Combattimento Consort Amsterdam (J.W.de Vriend), Armonia Tributo Austria (L. Duftschmid), der Wiener Akademie (M. Haselböck), dem Bach Ensemble (J. Rifkin), der Rheinischen Kantorei (H. Max), dem Thomanerchor Leipzig (J.Chr.Biller), Windsbacher Knabenchor (K.- F. Beringer) sowie den Deutschen Kammervirtuosen Berlin.

Ihre besondere Liebe gilt dem Barockgesang in kammermusikalischer Besetzung.  Darüber hinaus widmet sich die Sopranistin immer wieder intensiv dem Liedgesang mit unterschiedlichen Programmen.

Zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren eindrucksvoll ihre Gesangskunst. Aktuell erscheinen 2011 "Pomona“ von Reinhard Keiser, "Geistliche Gesänge" von Lothar Graap sowie Psalmvertonungen" aus dem "Ersten Theil Geistlicher Concerte" des Johannes Havemann und Instrumentalwerke der Epoche mit "Die Kleine Cammer-Music Potsdam".

Seit mehreren Jahren betätigt sich Doerthe Maria Sandmann auch erfolgreich als Gesangspädagogin. Neben diversen Meisterkursen übt sie seit 2005 einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin (Abteilung Alte Musik) aus.

Ulrike Titze

studierte in Dresden Violine und war anschließend Mitglied der Staatskapelle Weimar. Seit 1986 widmet sie sich ausschließlich dem Musizieren auf der Barockvioline und der damit verbundenen Aufführungspraxis. Sie ist Mitbegründerin und Konzertmeisterin des Dresdner Barockorchesters. An der Dresdner Hochschule unterrichtete sie im Fach Barockvioline.

Im Rahmen Internationaler Bachakademien und als gastierende Konzertmeisterin ist sie regelmäßig von Musikhochschulen, Orchestern und Festivals innerhalb Deutschlands, nach Rumänien, in die Ukraine und Türkei eingeladen.

Sie ist u.a. Mitglied des Ensembles „Bell'Arte Salzburg“.

 

Dresdner Barockorchester

Das Dresdner Barockorchester wurde 1991 von Absolventen der Dresdner Musikhochschule gegründet. Sie waren fasziniert von dem neuen Klang barocker Instrumente, mit denen eine nuancenreiche sprechende Spielweise in idealer Weise möglich war. Im Laufe der Jahre kristallisierte sich heraus, was die sächsischen Musiker an Besonderem in die Alte-Musik-Szene einzubringen hatten: eine starke Emotionalität und Expressivität, verbunden mit deutlich wortgeprägtem Musizieren, ein Interpretieren aus unvoreingenommener, lebendiger Sichtweise.

Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet das Orchester mit dem Dresdner Kammerchor unter seinem Leiter Hans-Christoph Rademann. Die Instrumentalisten und Sänger machten beeindruckende Erfahrungen bei Aufführungen der großen Oratorien Bachs und Händels, aber auch von weniger bekannten Werken besonders der Dresdner Tradition. Publikum und Presse bestätigten immer wieder die ergreifende Wirkung der Verschmelzung von Chorklang und historischem Instrumentarium. Schwerpunkt und eigentliche Herausforderung für das Ensemble ist das unmittelbare Konzertereignis. Inzwischen dokumentieren aber auch mehrere CD-Einspielungen der Labels Carus und Raumklang sowohl das hohe Können der Interpreten als auch die prachtliebende Musizierpraxis am barocken Dresdner Hof.

Reisen führten das Dresdner Barockorchester nicht nur in nahezu alle Musikzentren Deutschlands, sondern auch nach Holland, Spanien, Österreich und Japan.














 

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